Thursday, 26 December 2024

REVIEW: KRAVEN THE HUNTER (J.C. Chandor, 2024)

 


Bei einem Jagdunfall wir der junge Sergei von einem Löwen tödlich verwundet und überlebt den Angriff nur aufgrund eines Zaubertranks, den ein junges Mädchen ihm einflößt. Dieser schärft seine Sinne und stattet ihn mit animalischen Fähigkeiten aus, die er einsetzt, um bösartige CEOs ins Jenseits zu befördern.


Dass Superheldenfilme seit Jahren ein wahrer Dauerbrenner sind, dürfte wohl niemandem entgangen sein, der auch nur ansatzweise mit dem Medium Film in Kontakt steht. Mit „Kraven“ bedient man sich bei dem überaus beliebten „Spider-Man“-Universum und verpasst einem Antagonisten einen eigenen Film. Dieser hat dann auch noch die nur bedingt vermarktbare FSK 16 Wertung eingeheimst, die wenig kinderfreundlichen Actionspaß verspricht.

Sunday, 8 December 2024

REVIEW: POSSUM (Matthew Holness, 2018)



 

Philip kehrt zum Haus zurück, in dem er nach dem Tod seiner Eltern seine Kindheit verbrachte. Dort trifft er einerseits auf seinen bösartigen Onkel Maurice und andererseits auf Possum – eine widerwärtige Puppe mit Spinnenbeinen, die ihn seit Jahren heimsucht und die es gar nicht zu mögen scheint, wenn man versucht, sie loszuwerden.


Mit „Possum“ inszenierte Matthew Holness 2018 einen düsteren psychologischen Horrorfilm, der die Gemüter zu spalten scheint. Von manchen als absoluter Geheimtipp verehrt, wird der Beitrag von anderen wiederum als langatmig und inhaltsleer angesehen. Durch seine sehr eigensinnige Natur bietet der Film also durchaus Gesprächspotential.

Thursday, 5 December 2024

REVIEW: EINÖDE DER PEINIGER (Juval Marlon, 2022)


 


Ein Mann und eine Frau, die im sozialen Bereich tätig sind, empfinden eine eigensinnige Hassliebe ihren Schützlingen gegenüber, die sie dazu bringt, Gewalttaten bis hin zu Mord zu begehen. Hierbei durchleben sie verschiedene Situationen.


Juval Marlon inszenierte mit „Einöde der Peiniger“ im Jahre 2022 seinen zweiten größeren Film, der auch mehr Zuspruch und bessere Vermarktung als sein Vorgänger „Sturmgewehr“ fand. Der Schweizer, der laut Eigenaussage stark von den Werken Marian Doras geprägt wurde, setzt erneut auf Schock und drastische Gewaltdarstellung, in deren Mittelpunkt wieder Menschen mit Behinderung stehen. Das Ergebnis dürfte sicherlich die Gemüter erhitzen.

Sunday, 1 December 2024

REVIEW: CITY OF DARKNESS (Soi Chiang, 2024)

 


Ein Flüchtling landet in Hong Kong und endet in einer eingemauerten Stadt, in der ganz eigene Regeln herrschen. Dort freundet er sich mit dem Boss Tornado an, der den Fremden unter seine Fittiche nimmt. Als alte Rivalitäten mit anderen Mogulen wiederbelebt und die Triaden mit hineingezogen werden, wird die Situation allerdings unangenehmer für alle Beteiligten.


Mit „City of Darkness“ präsentieren die Chinesen einen Actionklopper, der in Deutschland sogar eine Kinoauswertung spendiert bekam. Obwohl die wahrlich legendären Action- und Martial Arts Filme aus HK ein paar Jährchen auf dem Buckel haben, kann man deren Einfluss und Relevanz wohl keineswegs abstreiten. Ob „Twilight of the Warriors: Walled In“ diesem Erbe gerecht wird, bleibt abzuwarten.

Wednesday, 27 November 2024

REVIEW: HEREDITARY (Ari Aster, 2018)

 


Familie Graham verarbeitet noch den Tod der Großmutter, als schon das nächste Drama passiert. Als ein medizinischer Notfall auftritt, baut Sohn Peter einen Autounfall, bei dem seine kleine Schwester Charlie den Kopf verliert. Als Mutter Annie sich vor lauter Frust dem Okkultismus zuwendet, wird schnell klar, dass hinter den vielen Tragödien ein erschreckender Plan steht.


Regisseur Ari Aster, der neben dem hier zu besprechenden „Hereditary“ ebenso für „Midsommar“ verantwortlich ist, konnte sich mit seinem Erstlingswerk direkt als neue Hoffnung für den intelligenten Horrorfilm etablieren. Auch wenn man schon oft hat miterleben müssen, dass so mancher Hype ungerechtfertigt sein kann, hat man hier ganz klar Recht behalten: „Hereditary“ ist eine absolute Wucht und gehört zu den stärksten Beiträgen der letzten Jahre.

Thursday, 21 November 2024

REVIEW: TODESKREIS LIBELLE (Leon Klimovsky, 1975)

 


Nach einer Serie grässlicher Morde, bei denen der Mörder jedes Mal eine gläserne Libelle als Markenzeichen hinterlässt, wird der schroffe, engagierte Kommissar Scaporella auf den Fall angesetzt. Dieser sieht hierin seine große Chance, sich nach einigen Fehlern wieder auf der Karriereleiter nach oben zu begeben, gerät aber sehr schnell ins Visier des Killers.


Bei „A dragonfly on each corpse“ bzw „Todeskreis Libelle“ handelt es sich einen Giallo, bei dem allerdings nicht nur die Italiener, sondern auch die lieben Spanier mitgewirkt haben. Interessanterweise wird die Hauptrolle gekonnt von Horrorikone Paul Naschy verkörpert, den man sonst eher aus urigeren Klassikern kennt, aber ansonsten findet man viele der heißgeliebten italienischen Wahrzeichen des Subgenres.

Tuesday, 19 November 2024

REVIEW: PROJECT WOLF HUNTING (Kim Hong-Sun, 2022)

 


Ein Tanker ist beladen mit Schwerverbrechern und soll die besondere Fracht unter stärkster Polizeiaufsicht von den Philippinen zurück ins geliebte Korea überführen. Dass die Ganoven sich befreien und ein Blutbad anrichten, hat jeder geneigte Zuschauer kommen sehen, aber die besondere Biowaffe, die heimlich an Bord geschmuggelt wurde, um sie auf Mannschaft und Gefangene loszulassen, ist neu.


Korea hat sich in den letzten Jahren zu einer ziemlichen Macht im Bereich Film gemausert und scheint sogar die ehemals so umtriebigen Japaner und Chinesen rechts überholt zu haben. Hierbei darf man natürlich auf den brillanten Park Chan-Wook, die allseits bekannten und beliebten Netflix Serien oder Beiträge wie „I Saw the Devil“ verweisen. Mit „Project Wolf Hunting“ widmet sich das emsige Völkchen dem Actionfilm, den sie aber gekonnt um einige wirklich interessante Facetten bereichern.